Foto: Christian Lindholz
Text: Christian Lindholz

„… nimm Dir Essen mit, wir fahr´n nach Bandenburg…“

Wer kennt sie nicht, diese Zeile aus dem fragwürdigen „Brandenburg – Lied“. Und trotzdem hat sie (leider) Wahrheitsgehalt…

Am Sonntag (16.03.2025) war es wieder soweit. Das Bike hat lange genug im Keller traurig vor sich hingedämmert und jedes Mal, wenn ich vorbeikam leise gefragt „Bald?“. Zusammen mit Frank und Henning bin ich die 12. Etappe des OMBU-BIKE-Man angegangen. Unser Shuttle konnte uns jedoch nur am Zielpunkt absetzen, sodass wir die Strecke entgegengesetzt gestrampelt sind.

Abgesetzt werden und das Transportfahrzeug wegfahren sehen ist schon ein komisches Gefühl – zumal das Ziel 54 MTB-Kilometer weg ist. Am Startplatz nahe dem Kloster Chorin gab es auch noch ein offenes Café, aber wir wollten ja los.

Und es ging auch gleich los; kurz nach der Straßenüberquerung, die erste Steigung an deren Ende ich das erste Mal durchweg warm war. Danach kamen noch etliche dazu. Kurz vor Prötzel dann auch welche, an deren Ende wir erst Mal Luft brauchten. Auch – und gerade – an den Strecken, die ich nicht mehr mit dem Rad bewältigen konnte. Das war mir nicht gegeben. Obwohl ich wirklich alle Gänge ausgenutzt habe. Tja, da muss ich wohl noch ein bisschen trainieren.

Faszinierend fanden wir die schönen Strecken entlang der Seen. In Teilen auf Wanderwegen und durch wirklich unwegsames Gebiet. Inklusive nicht beräumter Stämme, die einen aus dem Sattel zwingen.

Mir sind die schönen Blicke entlang der 66 Seen Route in Erinnerung geblieben. Das war wirklich toll. Toll wäre auch nach der Hälfte der Strecke etwas zu Essen gewesen. Tatsächlich waren wir da auch in einem der wenigen Orte auf der Strecke (Leuenberg), aber die Gaststätte war offensichtlich schon länger geschlossen und Tanke oder Bäcker auch nicht zu erspähen. Umso dankbarer war ich für die Stüllchen von Frank und die Minibouletten (mit Senf!!) vom Henning. Das hatte was von einer Lebensrettung 😉

Mit zunehmender Zielnähe wurden die Berge immer höher und die Beine immer schwerer, trotzdem haben wir auch die letzte Anhöhe vor Prötzel erfolgreich bezwungen und konnten dann zum Zielort ausrollen. Wenn ich heute dem Tag gestern nachspüre, ist es mir immer noch unerklärlich, wie man die Strecke in 3 Tagen bewältigen kann – aber vielleicht muss ich nur einfach noch viel mehr trainieren 😉

Möchtest auch du auf OMBU BIKE WOMAN Tour gehen?

Dann melde dich gleich an und sei der / die nächste OMBU BIKE WOMEN.

Zur Anmeldung: hier…

https://bikeman.multisport-los.de/